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In Südeuropa ist Schlagregenfeuchte in verputzten und gestrichenen Fassaden ein reales, aber gut beherrschbares Risiko. Sie tritt vor allem an stark bewitterten Fassaden (Küste, Hanglagen) und bei falscher Materialwahl oder mangelnder Wartung auf.
In warmen, trockenen Binnenregionen trocknen Fassaden in der Regel schnell ab, sodass Schlagregenfeuchte weniger dauerhaft ist – mit Ausnahme stark exponierter Flächen und Sockelbereiche.
In Küstenregionen und höheren, feuchten Zonen können Regen, Wind und Salz tief in porösen Putz eindringen.
Probleme konzentrieren sich auf: porösen/gealterten Putz, Haarrisse, schlechte Anschlüsse (Fenster, Balkone, Traufen) und falsch ausgewählte, zu „dichte“ Farbe.
Typische Folgen: dunkle Feuchtflecken, abblätternde Farbe, absandender Putz, Salzausblühungen sowie Algen‑ und Moosbewuchs auf dauerhaft feuchten Flächen.
Mineralische Putze (Kalk, Kalk‑Zement) sind kapillar aktiv: Sie nehmen Wasser auf, können aber auch gut austrocknen, solange die Deckschicht nicht zu dampfdicht ist.
Harte Zementputze auf weichen Untergründen oder Kombinationen mit nicht diffusionsoffenen Acrylfarben halten Feuchtigkeit in der Wand fest, was zu Spannungen, Rissen und Ablösungen führt.
„Diffusionsoffene“ (dampfoffene) Anstriche wie mineralische oder Silikatfarben eignen sich besser für Putze als vollständig film‑bildende, dampfdichte Beschichtungen.
Dachüberstände, Tropfkanten und gut ausgebildete Fensterbänke reduzieren direkten Schlagregen auf der Fassade.
Sorgfältige Detailausbildung und dichte Anschlüsse rund um Fenster, Balkone, Rollläden und Dach‑/Wandanschlüsse begrenzen das Eindringen von Wasser hinter den Putz.
Ein fachgerecht ausgeführter Spritzwasserbereich/Sockel (andere Oberfläche, leicht erhöht, gute Entwässerung) verhindert Spritzwasser und Verschmutzung.
Wählen Sie ein Putzhystem, das zum Klima und Untergrund passt: möglichst diffusionsoffen und mit ausreichender Elastizität für thermische Bewegungen.
Kombinieren Sie Putz immer mit einem kompatiblen, diffusionsoffenen Farbsystem; vermeiden Sie harte, dicke Farbschichten auf relativ weichen, „atmenden“ Untergründen.
Verwenden Sie Reparaturmörtel, deren Steifigkeit und Diffusionsverhalten zum bestehenden Putz passt, damit Spannungen sich nicht in der Übergangszone konzentrieren.
Silan‑/Siloxan‑Imprägnierungen eignen sich, um mineralische Untergründe wasserabweisend zu machen, ohne die Poren zu verschließen: Regen perlt ab, Wasserdampf kann entweichen.
Dadurch werden kapillare Wasseraufnahme und das Risiko von Schlagregenfeuchte verringert, und die Fassade trocknet schneller ab, was Verschmutzung und biologischen Bewuchs reduziert.
In stark belasteten Lagen (Küste, extremer Schlagregen) sind Produkte mit hohem Wirkstoffgehalt und ausreichender Eindringtiefe sinnvoll.
Inspektion
Alle Risse, hohl klingenden Stellen, abblätternde Farbe und feuchte Bereiche nach Regen erfassen.
Ebenfalls auf aufsteigende Feuchte oder gezielte Leckagen prüfen, damit nicht nur „kosmetisch“ von außen gearbeitet wird.
Instandsetzung
Losen Putz und schlecht haftende Farbe entfernen, Putz mit einem geeigneten System ausbessern und Risse schließen.
Anschlüsse und Details verbessern, an denen Wasser eindringen kann.
Neues Anstrichsystem
Ein diffusionsoffenes, geeignetes Farb‑ oder Beschichtungssystem aufbringen (vorzugsweise mineralisch auf mineralischen Untergründen).
In dünnen Schichten arbeiten und Trocken‑ und Aushärtezeiten einhalten.
Imprägnierung
Nach vollständiger Trocknung von Putz und Farbe eine passende hydrophobierende Imprägnierung aufbringen.
Zuvor stets eine Probefläche anlegen, um Eindringtiefe, eventuelle Farbvertiefung und Verbrauch zu beurteilen.
Wartung
Regelmäßige Sichtkontrollen (z. B. alle paar Jahre) mit Blick auf neue Risse, Schäden durch Sonne und Temperaturwechsel sowie Verschmutzung.
Bei Bedarf nach einigen Jahren eine erneute Imprägnierung, abhängig von Belastung und Produktlebensdauer.
Küste: Fokus auf Schlagregen, Salz und UV; Systeme mit nachgewiesener Witterungs‑ und UV‑Beständigkeit wählen und Balkon‑ sowie Flachdachränder besonders sorgfältig ausführen.
Binnenland mit heißen Sommern: große Temperaturschwankungen führen zu Rissen; elastische, spannungsarme Systeme und regelmäßige Risssanierung sind entscheidend.
Feuchte/kühle Winter (Hügel‑ und Gebirgsregionen): hier sind diffusionsoffene Systeme plus hochwertige Hydrophobierung am effektivsten, da die Fassade nicht dauerhaft feucht bleiben darf.
Kurz gefasst ist Schlagregenfeuchte bei verputzten und gestrichenen Fassaden in Südeuropa vor allem eine Frage des richtigen Systemaufbaus: gute Detailausbildung, ein „atmender“ Putz‑ und Farbaufbau sowie eine geeignete, tief eindringende Hydrophobierung reduzieren das Schadensrisiko deutlich.
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